Investitionen

Weltmarktpreise für Weizen fielen aufgrund der Erntedaten in den USA und Russland


Trotz der Nachrichten über niedrige Erträge in Frankreich sind die Weltmarktpreise für Weizen angesichts hoher Erntequoten und guter Winterweizenerträge in den USA und Russland gesunken.

In den USA sind mit Stand vom 7. Juli 63 % des Winterweizens geerntet (52 % des 5-Jahres-Durchschnitts) und die Erträge liegen über denen des letzten Jahres, während die Zahl der in gutem bis ausgezeichnetem Zustand ausgesäten Frühjahrsweizen im Laufe der Woche um 3 % auf 75 % (47 % im letzten Jahr) gestiegen ist, was auf eine gute Ernte hoffen lässt.

Im Wirtschaftsjahr 2024/25 (Juni) exportierten die USA 1,73 Millionen Tonnen Weizen, 13,7 % mehr als im Vorjahr.

Im Süden Russlands ist die Weizenernte in vollem Gange, und bis zum 3. Juli wurden auf 2,95 Millionen Hektar, d. h. auf 10 % der Fläche, 13,1 Millionen Tonnen Weizen gedroschen, bei einem Durchschnittsertrag von 4,4 Tonnen/Hektar. Die Erträge sind im Laufe der Woche um 10 % gesunken, liegen aber immer noch um 19 % über dem Wert zum gleichen Zeitpunkt im Jahr 2023.

Die Weizenfutures für Juli sind gestern gefallen:

  • 3,6 % auf 203,2 USD/Tonne für Chicagoer Weichwinterweizen SRW (-0,2 % im Wochenverlauf),
  • 3,9 % auf 210,7 USD/Tonne für Hartwinter-HRW-Weizen in Kansas City (-3,2 % für die Woche),
  • 2,6 % auf 226,9 USD/ Tonne für harten Sommer-HRS-Weizen in Minneapolis (+0,7 %),
  • 3,2 % auf 221,25 Euro/ Tonne oder 239,6 USD/ Tonne für September-Weizen-Futures an der Euronext Paris (-1,6 %).

Die Weizenerträge in Frankreich werden 2024 laut Prognosen der Intercereales-Gruppe und des Ernteinstituts Arvalis aufgrund zu nasser Witterung um 13 % gegenüber dem Vorjahr auf den niedrigsten Stand seit 2016 fallen und mit 6,4 Tonnen/Hektar um 11 % unter dem 10-jährigen Durchschnitt liegen. Diese Nachricht hat die europäischen Weizenpreise jedoch nicht gestützt.

Quelle: Ukragroconsult (Ukraine)

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